1069. Auktion

Durchschnittliche Zuschlagspreise

 

1069. Auktion
14.03.2017

1068. Auktion
14.02.2017

Differenz

Zuchtbullen

1.890 Euro

1.783 Euro

+ 107 Euro

HB-Färsen abgekalbt

1.543 Euro

1.577 Euro - 34 Euro

Die Godewind-Tochter Loreley von der Hillrich und Sandine Kleemann GbR wurde für einen Verkaufspreis von 1.700 Euro nach Italien verkauft

Milchpreis hemmt Zuchtviehpreise

Der Milchpreis ist und bleibt die bestimmende Einflussgröße für den Zuchtviehmarkt. Bei der gegenwärtig zu beobachtenden Stagnation beim Milchpreis kalkulieren die Milcherzeuger mittlerweile beim Zuchtvieheinkauf ebenfalls vorsichtiger und zeigen sich qualitätsbewusst. Das schließt nicht aus, dass dennoch einzelne Züchter mit ihren Verkaufstieren Zuschlagspreise von 2.000 Euro und mehr erreichen.

Gleich zwei Beschicker erreichten für ihre Abgekalbte den Tageshöchstpreis von 2.400 Euro in dieser Kategorie: Für die Katalog-Nr. 96, eine Lauthority-Tochter, konnte der Züchter Thomas Rohdemann ebenso den Spitzenpreis erzielen, wie der Zuchtbetrieb Jürgen und Dirk Haßbargen, Barstede, für die Laninero-Tochter Botin mit der Katalog-Nr. 123.

Allerdings wurden beide Spitzentiere von ein und demselben Käufer ersteigert und noch am selben Tage für den Export vorbereitet. Schlussendlich wurde für die abgekalbten Zuchtfärsen ein durchschnittlicher Zuschlagspreis von 1.543 Euro erreicht. Insgesamt wurden ca. 60 Tiere für das Ausland verladen; Kunden aus Belgien, Österreich, Italien und nicht zuletzt aus dem Nachbarland Holland waren zum Teil angereist oder hatten per Kaufauftrag ihre Ankaufswünsche für diese Auktion durchgegeben.

Das Angebot an Zuchtbullen war im Hinblick auf die bevorstehende Weidesaison und die damit aufkommende Nachfrage zu klein. So war es nicht verwunderlich, dass sich zahlreiche Kaufinteressenten am Beginn der Auktion auf die gekörten Zuchtbullen konzentrierten und erst nach häufig längeren Bieterduellen der Zuschlag erteilt werden konnte. Mehrere Züchter erhielten für ihre Verkaufstiere Zuschlagspreise von 2.000 Euro und mehr, sodass der durchschnittliche Zuschlagspreis im Vergleich zum Vortermin nochmals auf 1.890 Euro anstieg. Wie bei den Abgekalbten war der Zuchtbetrieb Thomas Rohdemann auch in dieser Kategorie sehr erfolgreich: Mit 2.600 Euro erzielte er in dieser Kategorie für die Katalog-Nr. 11, einen Baltikum-Sohn aus einer VG 87 Meridian, den Tageshöchstpreis.

Die nächste Auktion findet am Dienstag, den 11. April 2017, statt. Anmeldeschluss ist Montag, der 20. März 2017.

Dietmar Albers