"Kuhsignale"-Workshop

Im praktischen Teil hieß es: Beobachten und aus dem Tierverhalten Schlussfolgerungen ziehen

Beobachten, Lernen und Schlussfolgerungen ziehen

Am 15.Oktober fand der erste Kuh-Signale-Lehrgang der Jungzüchter Aurich-Norden-Emden statt. In der Gaststätte Uden in Neu-Barstede trafen 14 Jugendliche zusammen.

Unter der Leitung von Referent Andreas Steinbeck fand vormittags der theoretische Teil statt. Dabei ging er auf die Bedürfnisse einer Kuh ein und zeigte Schwachstellen in verschiedenen Stallsystemen auf. Anhand von Bildern sollten wir aufzeigen, wo sich dort Tiere nicht wohlfühlen könnten, Verletzungen auftreten können und kranke Tiere sich befinden. Anschließend haben wir gemeinsam mit dem Referenten nach Lösungen für die Situationen gesucht.

Die Teilnehmer mit Familie Poppen und Referent Dr. Andreas Steinbeck

Nach dem Mittagsessen fuhren alle gestärkt auf den Betrieb der Familie Poppen nach Bangstede. Dort ging es gleich nach der Begrüßung zwischen die Herde. Anfangs beobachteten wir die Tiere vom Futtertisch aus und notierten uns Auffälligkeiten wie Fressverhalten, Klima und Platzangebot. Danach wurde vom Laufgang aus beobachtet, ob z.B. Laufflächen und Liegeboxen sauber sind oder es Verletzungen an den Tieren gibt. Nach dem Schema „Vom Großen zum Kleinen“ ging es vom Überblick vom Futtertisch aus zwischen die Herde und danach wurden einzelne Tiere genauer beobachtet.

Am Ende konnte Andreas Steinbeck ein positives Fazit präsentiert werden. Es wurde der genauere Blick in die Herde gestärkt, sodass nicht nur auf funktionale Merkmale der Kuh geachtet wurde sondern auch auf Merkmale des Verhaltens und der Gesundheit. Dieses Seminar kann man sehr gut weiter empfehlen, anderen Jungzüchterclubs erwartet ein sehr interessanter Tag. (Udo Haßbargen)