Zuchtrinderexporte in Drittländer

Viehvermarktungszentrum Aurich

Genehmigungen für Exporte in Drittländer ausgesetzt

Per Erlass informierte das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Zucht- und Vermarktungsorganisationen sowie die beteiligten Behörden über den Stopp im Drittlandsgeschäft für Zuchtrinder (Stand: 23.07.2020).

Der Verein Ostfriesischer Stammviehzüchter eG exportiert seit über 100 Jahren Zuchtvieh - mit großem Erfolg zum Vorteil der genossenschaftlich organisierten Mitglieder wie auch für die Kunden in den verschiedensten Ländern dieser Welt; seit über 50 Jahren auch in den bekannten größeren Stückzahlen.

Der VOST hat es bislang immer geschafft, im Zusammenspiel mit den liefernden Landwirten, den Exporteuren, den Transporteuren und vor allem dem zuständigen Veterinäramt - in diesem Fall dem Veterinäramt Aurich - neuen Herausforderungen positiv zu begegnen und sie zu lösen. Langstreckentransporte in Drittländer stehen unter besonderer Beobachtung. Nicht allen bekannt sind die umfangreichen, auf das Tierwohl abzielenden Maßnahmen, die vor und während des Transportes vorgenommen werden.

Unter Beachtung der aktuellen Temperaturgrenze von 30 Grad werden Transportpläne mit Fahr-, Versorgungs- und Ruhezeiten erstellt. Plausibilitätsprüfungen vor dem Transport und Kontrollen der Fahrtenbücher nach dem Langstreckentransport sichern ab, dass die Tiere tierschutzkonform transportiert werden. Moderne Techniken wie GPS ermöglichen zudem, den Standort jedes Lkw zu überprüfen.

Die niedersächsischen Zuchtorganisationen nehmen kurzfristig den Gesprächsfaden mit dem Niedersächsischem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf, um einen Rahmen zu diskutieren, nach dem die Zuchtrinderexporte auch in Drittländer wieder möglich sind.

Wir halten unsere Mitglieder und Kunden über neue Entwicklungen auf dem Laufenden.