1088. Auktion in Leer

Flotter Verlauf mit deutlich moderateren Preisen

1950,- Euro erlöste die Katalog-Nummer 154 (v. Sirius) von Ruth Bogena aus Halbemond

Nach der Preisexplosion auf der vorangegangenen November-Auktion, bei der der Durchschnittspreis schon bedrohlich an der 2.000,- Euro-Marke kratzte, war die „Durchschnittsfärse“ auf dieser Auktion nun zu einem deutlich moderateren Kurs zu haben.

Das lag zum Teil wohl daran dass die Vielzahl an Kaufwünschen auf der letzten Versteigerung nicht ganz befriedigt werden konnte und die Käufer für die mittlere Färse auch tief in die Tasche greifen mussten. Aufgrund dessen war im Vorfeld dieser Auktion die Nachfrage nach Zuchtvieh aus Leer verhältnismäßig gering. Wer aber einen „guten Riecher“ hatte und bereits auf einen Preisrückgang gesetzt hatte, wurde dieses Mal mit guten Einkaufskonditionen belohnt.

Abgekalbte für 1.677,- Euro im Schnitt

Im Mittel 264,- Euro weniger mussten die Käufer jetzt für die abgekalbte Färse ausgeben und auch die Preisspitze lag mit 2.950,- Euro knapp 1.000 Euro unter der Marke der November-Auktion (3.900 Euro).

Dennoch wurde auch auf dieser Auktion wieder deutlich, dass gute Qualitäten auch ein Garant für gute Preise sind und abgekalbte Färsen mit Mängeln in Fundament und Euter oder lückenhaften Papieren nur mit Preisabschlägen zu vermarkten sind. Damit lag auch die Preisspanne der auf dieser Auktion angebotenen Färsen zwischen 950 und 2.950 Euro. Damit war für jedes Budget noch das passende Angebot dabei, sodass auch zahlreiche Inlandskunden zum Zuge kamen, die beim letzten Mal ohne Kauferfolg blieben. Die beiden teuersten Abgekalbten wechselten dennoch wieder ins Ausland.

Als letzte Färse des Tages erreichte die Antras-Tochter Irene (Kat. Nr. 216) von der Grünefeld Holsteins GbR aus Backemoor den Höchstpreis (2.950 Euro). Die mit über 14.000 Litern Höchstleistung im Pedigree und zwei Generationen 100.000 Liter-Kühe in Folge ausgestattet Färse wird nun auf einem Betrieb in den Niederlanden gemolken.

Ebenfalls aus einer sehr leistungsstarken 100.000 Liter-Linie stammte die zweite Preisspitze des Tages. Die Kat. Nr. 75, Nadira, eine Gabino-Tochter von der Hillrich & Sandine Kleemann GbR, Burhafe, wurde für 2.700 Euro einem belgischen Stammkunde zugeschlagen.

Durchschnittliche Zuschlagspreise

 

1088. Auktion
11. Dezember 2018

1087. Auktion
20. November 2018

Differenz

Zuchtbullen

1.709 Euro

1.941 Euro

- 232 Euro

HB-Färsen (abgekalbt)

1.677 Euro

1.941 Euro - 264 Euro

Bullenpreise stabil

Wenngleich auch die Bullenpreise einen Rückgang von 232,- Euro verzeichneten, kann die Marktlage (der Jahreszeit entsprechend) als stabil bezeichnet werden. Wenngleich nicht alle angebotenen Bullen vermarktet werden konnten, erreichte das Mittel doch noch einen Zuschlagspreis von 1.709 Euro, bei einer Preisspanne von 1.100 -2.300 Euro.

Teuerstes Los wurde die Nummer 9, ein Popstar PP-Sohn vom Betrieb Konrad Delger, Nordloh, der nicht nur eine leistungsstarke Mutterlinie mit hohen Inhaltsstoffen, sondern auch das begehrte Hornlos-Gen zu bieten hatte.

Mit diesem doch für alle Seiten zufriedenstellenden Verlauf der letzten Auktion des Jahres 2018 verabschiedet sich die VOST-Auktionsabteilung in den „Winterurlaub“. Die nächste und erste VOST-Zuchtviehauktion des Jahres 2019 findet dann am 8. in der Ostfrieslandhalle statt. Anmeldeschluss für die kommende Auktion ist Montag, der 17. Dezember 2018.